HUNDE-IN-BEWEGUNG

Praxis für Hundephysiotherapie

Therapieablauf


Die 1. Therapiesitzung dauert ca. 60 Minuten. In dieser Zeit erhebe ich einen hundephysiotherapeutischen Befund, der eine Gangbildanalyse, die Feststellung der Muskelbeschaffenheit und der Gelenkbeweglichkeit sowie eine Schmerzlokalisation beinhaltet. Bitte bringen Sie die von Ihrem Tierarzt gestellte Diagnose und erstellte Röntgenbilder (falls vorhanden) mit, da dies wichtige Informationen zur Ergänzung meines Befundes sind.

Anhand des Befundes besprechen wir, welche Therapieziele wir haben und mit welchen Therapieformen wir diese Ziele erreichen wollen. Das Vorgehen gestaltet sich recht unterschiedlich, da die Therapie individuell auf Ihr Tier abgestimmt wird.

Die Gestaltung der Therapie ist abhängig von Erkrankung, Beschwerden, körperlichem Zustand und Alter des Hundes. Natürlich berücksichtige ich auch die Vorlieben bzw. Abneigungen Ihres Hundes, da es mir sehr wichtig ist, dass sich Ihr Hund bei der Behandlung wohl fühlt und sich entspannen kann.

Am Ende der 1. Sitzung führe ich eine erste Behandlung durch und erstelle Ihnen ein „Hausaufgabenprogramm“, d.h. ich zeige Ihnen einige Techniken, damit Sie zu Hause aktiv mitarbeiten können, um die Therapie zu unterstützen.

 Therapieformen 

 

Massagen

Massagen sollten ganz groß geschrieben werden bei der physiotherapeutischen Behandlung.

Eine Massage ist eine manuelle Einwirkung auf die Haut, das Gewebe und die Muskulatur, sie kann je nach Anforderung detonisierend zur Senkung der Muskelgrundspannung oder tonisierend zur Erhöhung der Muskelgrundspannung ausgeführt werden. Grundsätzlich wirkt eine Massage schmerzlindernd, entspannend, durchblutungsfördernd und stoffwechselanregend. Durch eine Durchblutungssteigerung und eine Temperaturerhöhung im Gewebe werden schmerzauslösende Substanzen aus dem betroffenen Gebiet herausgeschwemmt. Die verschiedenen Massagetechniken können sowohl beruhigend als auch anregend durchgeführt werden.

Liegen altersbedingte Beschwerden vor, ist immer der gesamte Bewegungsapparat betroffen. Die geschonte Muskulatur ist oft atrophiert (abgebaut) und die durch die Schonhaltung überbelastete Muskulatur ist hyperton (verspannt) und kann dadurch schmerzhaft sein. Ganz besonders die Rückenmuskulatur ist immer mitbetroffen wenn eine Schonhaltung an einer Gliedmaße vorliegt und sollte daher immer mitbehandelt werden.

Auch sollten am Ende der Behandlungssitzung mittels Faszienmassage die „Verklebungen“ der Fellhaut mit dem darunterliegenden Bindegewebe gelöst werden, da diese Verklebungen schmerzhaft und mit Bewegungseinschränkungen verbunden sein können. Diese Technik ist zwar meist nicht ganz schmerzfrei, jedoch sehr wichtig. 


aktives & passives Bewegen (manuelle Therapie)

Das aktive Bewegen ist eine wichtige Behandlungsmethode der Physiotherapie um die Muskulatur aufzubauen und zu stärken, die Gelenke zu mobilisieren, die gleichmäßige Belastung aller 4 Gliedmaßen zu fördern, sowie Gleichgewicht und Koordination zu stärken. Beim aktiven Bewegen ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass der Hund nicht überfordert wird und sich unter Umständen sogar eine Schonhaltung einschleicht.

Das aktive Bewegen kann in der Behandlung z. B. wie folgt durchgeführt werden:

·   laufen an der Leine in verschiedenen Tempi
·   Kreise und Achten laufen
·   Propriozeptorentraining (laufen über verschiedene Untergründe)
·   bergauf und bergab laufen (auch in der Diagonalen)
·   rückwärts laufen
·   Schwimmen / Wassertreten

Beim passiven Bewegen (manuelle Therapie) ist der Therapeut zu 100% aktiv und führt die Bewegungen am Hund aus und der Hund muss zu 100% passiv sein und diese Therapie mit sich geschehen lassen. Durch das passive Bewegen wird die Gelenkbeweglichkeit erhalten bzw. verbessert, der Stoffwechsel im Gelenkbereich wird angeregt, die Gelenkflüssigkeit durchmischt und damit für eine bessere Beweglichkeit vorbereitet.

Die Indikationen für passives Bewegen sind umfangreich, so z. B. degenerative Gelenkerkrankungen, Arthrosen, rheumatische Erkrankungen, Dysplasien oder neurologische Erkrankungen.


 passive Dehnungen

Bei der passiven Dehnungsübung erfolgt durch Spannung der Sehne und der daraus resultierenden Erregung der Sehnenspindel (Golgi-Rezeptoren) eine reflektorische Muskelentspannung, wodurch Muskelverspannungen gelöst werden. Passive Dehnungsübungen vergrößern das Bewegungsausmaß der behandelten Gliedmaße durch Elastizitätssteigerung des Weichteilgewebes und wirken dadurch dem Muskelabbau entgegen.

Zudem verbessern sie die Bewegungskoordination und die Körperwahrnehmung. Darüber hinaus werden tiefer liegende Faszienverklebungen durch Dehnungen gelöst. 


Lymphdrainage

Lymphdrainage ist eine eigenständige Therapieform, bei der Ödeme an den entsprechenden Schwellungsstellen abgebaut werden. Ödeme sind Flüssigkeitsablagerungen im Gewebe, die auch schmerzhaft sind. Es entsteht ein Schweregefühl und der Stoffwechsel in diesem Bereich ist verlangsamt, was Nachteile mit sich bringt.

Auch Narben, die durch ein sogenanntes posttraumatisches Ödem in der Heilungsphase beeinträchtigt sind, können durch Lymphdrainage zu einer optimaleren Wundheilung gelangen.

Es sind leichte, nie schmerzhafte Kreisbewegungen die den verbesserten Lymphabfluß gewährleisten. Durch diese Drainage bilden sich Anastomosen (Nebenabflüsse) und Kollaterale (Abzweigungen), die dann eine Abschwellung bewirken. Des Weiteren wird eine Schmerzlinderung bewirkt, da der Stoffwechsel angeregt wird und so eine Verbesserung der Gewebsversorgung erfolgt sowie Schlacke abtransportiert werden.


Narbenbehandlung

Eine Narbenbehandlung sollte bei fast allen Narben durchgeführt werden, da Narbengewebe ein unelastisches Gewebe ist. Es zieht sich bei der Wundheilung zusammen und ist fast nicht mehr dehnbar. Sehr großflächige Narben und Narben mit Gelenkbeteiligung können schmerzhafte Bewegungseinschränkungen verursachen.

Durch eine Narbenmassage kann man das Gewebe elastisch und dehnbar erhalten und Behinderungen vermeiden. Eine Narbe kann mit der entsprechenden Technik bereits am 1. Tag nach der Operation behandelt werden.

 

Atemtherapie

Die Atemtherapie wird bei Hunden mit Atemwegserkrankungen durchgeführt oder bei Hunden, die sich aufgrund ihres Alters oder einer Operation nur sehr wenig bewegen können. Auch kann diese Therapieform zur Beruhigung von aufgeregten und unsicheren Hunden angewandt werden. Durch die Atemtherapie kann eine Schmerzlinderung, eine bessere Durchlüftung der Lungen, ein besserer Sauerstoffaustausch, eine gleichmäßigere Atmung, eine bessere Mobilität und Beweglichkeit des Brustkorbes, eine psychische Entspannung, sowie die Lösung von Schleim bei Erkältung erzielt werden.

Indikationen

·   Lungenerkrankungen
·   postoperativ
·   posttraumatisch
·   alte und / oder inaktive Hunde
·   ängstliche, nervöse Hunde


Dorntherapie

Die Dorn-Therapie ist eine sanfte manuelle Behandlungsmethode, mit der sich Wirbel- und Gelenkblockaden einfach, schnell und zuverlässig beseitigen lassen. Durch kontralaterale Bewegungen wird die verspannte Haltemuskulatur abgelenkt, so dass der Wirbel mit geringem Kraftaufwand wieder in die richtige Position geschoben werden kann. Die Gelenkbänder werden nicht überdehnt und es besteht keine Gefahr, dass versehentlich andere Strukturen verletzt werden. 

Die Therapie ist sanft, da lediglich beim Einrichten der Wirbel ein leichter Druckschmerz entsteht, ansonsten ist die Therapie für den Hund durchaus angenehm. Die gesamte Wirbelsäule wird von vorne nach hinten abgetastet und behandelt. Jeder Wirbel wird kontrolliert und, falls eine Blockade vorliegt, sofort eingerichtet (Diagnose und Behandlung gehen fließend ineinander über).  So kann schon bei der ersten Behandlung eine deutliche Schmerzlinderung erreicht werden. Es gibt keine Gegenanzeigen, keine Gewöhnung und keine Nebenwirkungen. 

In Kombination mit Physiotherapie in Form von Stärkung und Kräftigung der Muskulatur und Bänder können gute Erfolge erzielt werden.


Breuss-Massage

Die Breuss-Massage ist auch bekannt unter "Bandscheibenmassage" und wird fast immer in gleichem Atemzug mit der Dorntherapie erwähnt. Sie ist eine feinfühlige, energetisch-manuelle Rückenmassage, die seelische, energetische und körperliche Blockaden lösen kann und so eine ideale Vorbereitung für eine Dorn-Therapie darstellt.


Reiki

Reiki ist das japanische Wort für universelle Lebensenergie. Es ist die neutrale unsichtbare, aber spürbare Energie, die uns alle umgibt. Die Selbstheilungskräfte werden durch Reiki aktiviert und der Körper wird dadurch zu Wohlbefinden und Harmonisierung geführt.

Im Allgemeinen nehmen Tiere Reiki sehr gerne entgegen und sprechen erfahrungsgemäß auch sehr gut auf Reiki an. Die Behandlung unterscheidet sich nicht viel von der für Menschen. Ein Vorteil ist, dass die Tiere vollkommen unvoreingenommen sind und daher vorurteilsfrei die reinen Energien genießen und sich zusehends entspannen. Als zusätzliche Therapiemethode, die unterstützend wirkt und gut mit anderen Therapieformen harmonisiert, ist Reiki hervorragend geeignet.

Reiki kann folgendes bewirken:

· Schmerzlinderung bei akuten oder chronischen Beschwerden
· Entgiftung
· bessere Versorgung des Körpers mit Lebenskraft (Muskeln, Organe, Zellen)
· Stärkung des Immunsystems und der Selbstheilungskräfte
· innere Ruhe und Gelassenheit  
· Steigerung und freierer Fluss von Atem und Lebensenergie
· Energie- und Gefühlsblockaden können gelöst werden
· Unterstützung bei medizinischen oder naturheilkundlichen Behandlungen
· tiefe Entspannung und Beruhigung
· Entkrampfung


Preisliste 2022


60-minütige Befunderhebung incl. Erstbehandlung         -          70,00 €

alle weiteren Sitzungen (30 Minuten)                               -          30,00 €

Alle Behandlungen sind direkt im Anschluß in bar zu begleichen.

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Entspannungsmassage für gesunde Hunde ohne vorherige Befunderhebung (30 Minuten)        -        25,00 €

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Hausbesuch (60 Minuten)     -    90,00 € 

zzgl. Anfahrt                          -      0,50 € pro km   

Hinweis: Aufgrund der derzeit hohen Terminauslastung sind Hausbesuche nur in absoluten Notfällen (z. B. nach Operationen) möglich.  

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  5-er Karte          -       140, 00 €

10-er Karte          -        280,00 €

Die Fünfer- bzw. Zehnerkarte ist im Voraus fällig und bei Behandlungsabbruch durch den/die Patientenbesitzer(in) nicht erstattungsfähig.

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Bitte beachten Sie, dass Termine, die nicht mindestens 24 Stunden vor Terminbeginn durch den/die Patientenbesitzer(in) abgesagt werden, gemäß § 615 BGB in vollem Umfang in Rechnung gestellt werden.

                                                                                                             


Es erfolgt kein Ausweis der Umsatzsteuer aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG.